Die Idee

Was ist Help Portrait Bielefeld?

Help Portrait ist eine weltweite Charity-Aktion bei der bedürftige Menschen professionell fotografiert werden und ein besonderes Bild von sich mit nach Hause nehmen. Bei dieser Aktion stehen sie im Rampenlicht und sind die Stars des Tages.

Erste Sichtung der Bilder hat stattgefunden.

Das Team von Help-Portait sichtete am vergangenen Freitag zum ersten Mal die Bilder, die am 12.02. in Brackwede gefertigt wurden. Das Team war dabei überwältigt von den Eindrücken und gefertigten Bildern. Unter der Schirmherrschaft des Vereins cultur.konsum e.V. hatte eine Gruppe von 40 ehrenamtlichen Helfern einen Fototermin für Flüchtlinge in der Aula des Brackweder Gymnasiums organisiert, das bei den Geflüchteten zu wahren Glücksmomenten führte. Nach monatelanger Planungsphase wurden an die 150 Fotos von geflüchteten Menschen aus den Häusern in der Eisenbahnstraße, Ummeln und Senne gefertigt. Nach dem Konzept der globalen Bewegung help-portrait.com, die schon seit mehreren Jahren weltweit Randgruppen der Gesellschaft durch ein Fotoshooting wieder Mut und Würde zurückgeben möchte, hat nun auch die Brackweder Gruppe um die Initiatorin Tanja Meuthen Copertino dazu beigetragen und geflüchtete Menschen nach entsprechendem Styling fotografiert. Absicht war, den geflüchteten Menschen eine „Pause“ von ihren negativen Gefühlen, vom Flüchtlingsalltag, zu schenken, ein bisschen Glück auf einem Foto festzuhalten, welches sie auch ihren Familien nach Hause schicken können, um damit mitteilen zu können „Uns geht es gut“. Genau das ist bei diesem Aktionstag auf eine beeindruckende Weise gelungen. Denn mehr als 130 Flüchtlinge kamen in die vom Bezirksamt Brackwede kostenlos zur Verfügung gestellte Aula und erlebten einen Tag, an dem es nur ganz um sie selbst ging. Angefangen beim mehrsprachigen »Welcome Desk«, dem Empfangstisch, an dem allen Teilnehmern der Ablauf erklärt wurde, über eine Frisier- und Kosmetikecke, in der sich die Geflüchteten nach Wunsch nur ein bisschen abpudern oder auch richtig stylen lassen durften, bis hin zu einem der vier aufgebauten Fotosets führte der Weg. Mit acht Fotografen, die direkt vor Ort die Bilder bearbeiteten, ausdruckten und den Flüchtlingen gerahmt als Geschenk übergaben, entstanden so ausdrucksstarke Porträts in Schwarz-Weiß. Zusätzlich bekamen noch alle Familien einen USB Stick mit allen Fotos des Shootings. Initiatorin Tanja Meuthen Copertino: „Ich wusste immer schon, was Fotos bewirken können, aber das diese Veränderung so nachhaltig ist, hat selbst mich als Fotografin beeindruckt.“ Zu sehen, wie glücklich jeder einzelne schon beim Shooting war, hat mich berührt!“ Georg Volkmer, Stellvertretender Vorsitzender des Vereins Cultur.Konsum e.V.: „Der schönste Platz des ganzen Tages war die Übergabe der Bilder. Hier waren nur lächelnde Gesichter zu sehen!“ Dank zahlreicher Spenden konnte nämlich nicht nur die Fotoaktion selbst, sondern auch ein umfangreiches Cateringangebot sowie eine Kinderbetreuung eingerichtet werden. »Wir haben sogar Spielsachen von den Kindern des Montessori-Kindergartens geschenkt bekommen. Die durften wir an die Flüchtlingskinder als Geschenke verteilen«, erzählt Tanja Meuthen Copertino. Zwei ganz besondere Paare durften außer den schwarz-weißen Porträts ein paar Extra-Aufnahmen machen. Ziba Hossaini und Omid Amiri aus Afghanistan sowie Rana Ahiz und Said Alhazzaz aus Syrien bekamen als frisch verheiratete Paare auch Hochzeitsfotos in Farbe geschenkt. Beide Ehepaare hatten sich erst in Deutschland in Flüchtlingscamps kennen gelernt und in Bielefeld geheiratet. „Dank einer Spende des Blumenladens Belle Fleur aus Heepen sogar mit einem Brautstrauß als Requisite. Ohne die vielen Spender wäre diese Aktion niemals möglich gewesen“, so Tanja Meuthen Copertino dankbar. Mit den so entstandenen Bildern soll nun im Spätsommer eine Ausstellung im Rathaus in Bielefeld und eine weitere im Pavillon in Brackwede organisiert werden, um das Ergebnis einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

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Musik: Copa Room Service

Copa Room Service ist ein Bielefelder Trio (Gesang, Posaune, Gitarre, Bass), das Jazz-Standards vornehmlich aus den 1930er- und 1940er-Jahren neu interpretiert. Zum Repertoire gehören Swing-Klassiker, die man von Größen wie Frank Sinatra oder Chet Baker kennt, aber auch Balladen und Bossa-Nova-Nummern.

Die Schirmherrschaft dieser Aktion übernimmt

cultur.konsum
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